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Sehr geehrter Kunde…Kundin..Kunde(s)


Sehr geehrter Kunde…Kundin..Kunde(s)

13. März 2018



Die höchsten Gerichte sind beschäftigt, eine Kundin fühlt sich diskriminiert weil in der Ansprache “Ausfertigung für den Kunden” steht

Hätte da einen einfachen Vorschlag, welcher dieses ganze Thema dann erschlagen könnte: alle derartigen Anreden generell in weiblicher Form abfassen!
Mir persönlich ist es völlig egal, wie das dort fomuliert ist – derartige Anreden sind doch sowieso echterdings unpersönlich. Nach einer Umgewöhnungsphase, in welcher es einem komisch vorkommen wird, ist das Thema durch.
Wer mich tatsächlich persönlich anspricht, tut dies sowieso in korrekter Form.

Allerdings ist doch stark anzuzweifeln, das es auch nur irgendeiner Frau auf dieser Welt damit besser geht, sie sich wohler fühlt. Eher fühlen sich die betroffenen Kämpferinnen schlechter, weil ihnen ihr Identitätsmerkmal ‘Kampf’ genommen wird.

Wie weit soll es denn getrieben werden? Vaterland und Muttersprache abschaffen?
Natürlich sollte eine Frau nicht Kaufmann genannt werden. Derartige, geschichtlich überholte, Bezeichnungen gilt es zu ändern/zu erweitern.
Jedoch jedes Formular, jedes Schreiben vollzustopfen mit allen zu berücksichtigenden Gender-Formulierungen wäre einfach nur grober Unfug und eine Verschwendung von Zeit und Material ohne jegliches echte Ergebnis.
Wer beispielsweise Frauen nicht achtet, wird es auch nicht tun weil er gesetzlich zu Formulierungen gezwungen wird. Wer ohne derartige Formulierungen Respektlosigkeit oder Minderachtung von Frauen unterstellt, sollte jedoch ob dieser Unterstellung verklagt werden.

Abschließend bleibt mir die Feststellung: es geht uns zu gut. Das permanente und allgegenwärtige Streben nach Trennung, Differenzierung, Abgrenzung und Unterscheidung zeigt nichts anderes, als dass viele meinen sich von Gemeinschaft(en) trennen zu können. Solange sich diese Trennungen im Bedarfsfall einfach wieder aufheben lassen ist es nicht tragisch, wenn Trennungen jedoch stärker manifestiert sind wird sich dieser Bärendienst bitter rächen.

sollte ich Kunden, Kaufmänner, Material oder Bären in irgendeiner Form mit meinem Text seelisch verletzt haben, bitte ich vorsorglich um Entschuldigung – es geschah unabsichtlich.



geschrieben am Dienstag, den 13. März 2018 um 14:55 in der Kategorie Alltagsgeschichten.
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